Kultur

» Flatsch lebt! "Moins um viertel vor Neun - steh ich vor de Kaufhaus Tür, in de Tasche zweitausend Mark, was kauf ich mir dafür?"
Wer erinnert sich an die hessische Kultband der 80er Jahre -

Flatsch?

Mit unvergesslichen Hits wie: Badekapp oder Kaufhaus zogen sie damals Publikum wie kaum eine andere hessische Band. Nun lebt Flatsch wieder, denn auf einem "Silberhochzeitskonzert", an dem sie zusammenkamen, stellten sie fest: Niemand hat was vergessen und beschlossen dass es weiter geht. Unter dem Namen Die groben Junggesellen haben die Jungs nun ihr neues Album veröffentlicht. Meine Meinung: Kult! - Unbedingt kaufen!   Kein Kommentar |

Inhaltliches zum Thema Computer- Killerspiele

Sonntag 31 Dezember 2006 um 19:36

Nach all dem Geschwafel rund um das Thema und möchte ich heute auf eine Dissertation zum Thema hinweisen.

Aggressive Computerspiele führen bei Kindern einer neuen Studie der Freien Universität Berlin zufolge nicht unbedingt zu Gewalt. Vielmehr sei es oft umgekehrt, dass aggressive Schüler entsprechende Spiele bevorzugten, sagte die FU-Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kristen in einem dpa-Gespräch.

"Jungen, die eher ein aggressives Verhalten an den Tag legten, tendierten über die Zeit eher dazu, sich mit gewalthaltigen Computerspielen zu beschäftigen. Mädchen hingegen, die eher zum Lügen und Intrigieren neigten, wählten über die Zeit eher Rollenspiele als Lieblingsspiele aus", so Kristen. Die Ergebnisse seien in sämtlichen Schulen – also unabhängig von der Sozialstruktur – ähnlich gewesen. 

Die ganze Dissertation findet man hier 

Merkel, du schwätzt schon wieder

Sonntag 31 Dezember 2006 um 15:27

Man meint fast, sie glaubt selber dran: wird heute in ihrer Neujahresansprache wieder dieselben leeren Platitüden aneinanderreihen. Der Spiegel schreibt:

Sie wisse sehr wohl, welche Belastungen mit manchen Entscheidungen der Bundesregierung verbunden gewesen seien. Die jetzige positive wirtschaftliche Entwicklung und der damit verbundene Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigten aber, dass sich die Härten auszahlten. "Das kann uns auf dem weiteren Reformweg nur ermutigen", betonte Merkel.

Ich brüll mich vor Lachen in die Ecke! Die Weltwirtschaft boomt so dolle, dass nichtmal die mittelmässige in Deutschland verhindern kann, dass ein wenig Wachstum "reinschwappt" und Merkel meint das wäre eine ihrer Reformen gewesen. Welche denn, Frau Merkel? Die meisten Härten waren wohl mit Hartz 4 verbunden, welches nachgewiesenermassen zu keinen brauchbaren Ergebnissen führte. “WSI: Enttäuschende Bilanz der Hartz-Reformen” ok, welche Reform hat sie nur gemeint? Die Steuerreform? Da lachen ja die Hühner. Die Reformer sind wie Drogenabhängige. Wirkt die Droge nicht, dann wird die Dosis erhöht. Wir leben in einer Gesellschaft und mit einer Politik ohne aufklärerischen Impetus. Ohne Vernunft. So Altbrecht Müller auf seiner Nachdenkseite. Und weiter:

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Main-Kinzig-Kreis bringt Arbeitsagentur Chef in Zwangshaft?

Freitag 29 Dezember 2006 um 18:48

Auf welchem Niveau der Main-Kinzig-Kreis seinen Kleinkrieg mit der Bundesagentur auf Herausgabe von Daten über offene Stellen führt, ist atemberaubend. Nun hat das Ganze wohl einen neuen Höhepunkt erreicht: Wenn die BA bis übermorgen nicht die Daten freigibt, droht dem Chef der BA, Herrn Weise persönliche Zwangshaft. Zitat aus dem Spiegel:

...So offen wie im Main-Kinzig-Kreis allerdings wird der Zank wohl nirgendwo sonst ausgetragen: Da werfen sich beide Seiten lauthals geschönte Zahlen vor, kürzlich schaltete die BA gar den Bundesrechnungshof ein, der Vorwurf: der Kreis verwende bundeseigene Mittel unsachgemäß. "Rufmord", polterte ein Sprecher der kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung prompt. ...

Im August nun erstritt der Main-Kinzig-Kreis als erster vor dem Sozialgericht Fulda, dass die BA die Geheimniskrämerei aufgeben müsse - die befolgte nach Ansicht des Gerichts das Machtwort jedoch nicht. Jetzt haben die Richter ein Ultimatum gestellt: Sollte die Behörde ihren Verpflichtungen zur Datenübermittlung bis zum 31. Januar 2007 nicht nachkommen, drohe niemand anderem als dem BA-Vorstandsvorsitzenden Frank Jürgen Weise persönlich Zwangshaft, teilte das Sozialgericht mit.

Als ehemaliger Kunde gehe ich auch davon aus, dass der MKK Zahlen schönrechnet. Ich habe leider mit der AQA keine wirklich guten Erfahrungen gemacht und kann jederzeit eine Hand voll "Kunden" aufzählen, die das bestätigen.

Was Microsoft verschweigt

Donnerstag 28 Dezember 2006 um 19:45

Wie immer verspricht Microsoft mit seinem neuen Betriebssystem Vista das beste, schönste, dollste, bunteste und sicherste Betriebssystem aller Zeiten. Man sollte sich allerdings genau überlegen, ob man sich mit dem neuen Betriebssystem einlässt oder nicht. Denn das eingebaute System für digitale Rechte, welches der Industrie zuliebe eingebaut wurde, wirkt in Vista auf allen Ebenen des Systems und hat Auswirkungen, die Microsoft offenbar verschweigt.

Ein australischer Sicherheitsexperte warnt dieser Tage in einem Artikel vor Vista mit den Worten "Die Vista-Spezifikation zum Schutz digitaler Inhalte ist womöglich die längste Selbstmordankündigung der Geschichte."

 Auf Golem.de kann man lesen: "Ein fehlerhafter Treiber kann dazu führen, dass eine Grafikkarte, eine Soundkarte oder eine andere systemkritische Komponente den Dienst einstellt. Im schlimmsten Fall sind alle Produkte eines Herstellers davon betroffen. Es scheint also in Zukunft nicht mehr ausgeschlossen, dass beispielsweise die Computer eines Krankenhauses, eines Ministeriums, oder der Flugüberwachung von Microsoft über das Internet auf einen Schlag abgeschaltet werden."

Nunja, wer eine Feuerwehrwache, Krankenhaus oder ähnliches mit einem Computer bestücken will, sollte wohl dringend auf Linux umsteigen...

Prima Leistung: Die Merkwürdigkeitssteuer

Donnerstag 28 Dezember 2006 um 09:06

Na? Wart ihr schon tanken? Seit gestern wird die Globus Tankstelle in Wächtersbach regelrecht belagert. Viele betanken nicht nur ihr Auto, ich habe Menschen mit bis zu 5 Kanistern gesehen. Naht das Ende der Welt?

Nein, die Merkwürdigkeitssteuer kommt.

Rätselhaft. Nicht nachvollziehbar. Mystisch. Man wundert sich und schaut fragend um sich. Mit dieser "Steuerreform" haben die eine prima Visitenkarte für ihre Kompetenz abgegeben. Beispiel: Majoran. Er ist ein Kraut und schmeckt prima. darauf: 7 Prozent. Doch Vorsicht! Sobald sich ein anderes Kräutlein dazuschmuggelt ist das eine Kräutermischung. Mehrwertsteuer dann: 16 Prozent. Warum? Welche fachlichen Gründe stecken dahinter? Kann mir bitte einer der Finanzexperten erklären, warum ein Esel einen anderen Steuersatz hat als ein Maultier? Warum ist das Mineralwasser für Haustiere - kein Lebensmittel - 7 Prozent - günstiger als das Mineralwasser für mich - ein Lebensmittel - 16 Prozent? Doch halt!

"... der Grundbedarf an Flüssigkeit kann mit dem ermäßigt besteuerten Leitungswasser, Milch und bestimmten Milchmischgetränken gedeckt werden."
Begründung des Finanzministeriums

Jau. Danke. Nun bekommen wir vom Finanzministerium vorgeschrieben statt Mineralwasser auf Leitungswasser umzusteigen. Wahnsinn. Das verschlägt einem die Sprache. Wenn ich in Frankfurt wohnen würde und dieses ekelhafte Leitungswasser hätte .. bäh. Ich bedaure z.B. die Eltern von kleinen Kindern, die die Babynahrung jetzt mit mit dem teuren Mineralwasser zusammenrühren. Das ist echt irre.

Merkwürdigkeitssteuer wäre da doch ein passenderer Begriff. Nachfolgend eine Liste mit einigen Merkwürdigkeiten dieser Mehrwertsteuererhöhung, wer das liest, greift sich an den Kopf.

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Besinnliches zur Haushaltslage

Dienstag 26 Dezember 2006 um 08:07

Weihnachten ist ja die Zeit der Besinnung. Da soll man über Sachen nachdenken, die im hektischen Alltag unter den Tisch fallen, Ereignisse und Begebenheiten auf die man nicht achtete. Das möchte ich heute tun und erinnern an eines der miesesten Kapitel der Vereinigung unseres Landes und an eine miese Leistung unserer :

Der Verkauf der ostdeutschen Banken an westdeutsche Bankinstitute

Während die Presse Zeit und Muße genug hat, auf einzelnen verwirrten Arbeitlosen geradezu wochenlang herumzuschreiben, sind die Freunde der Presse ziemlich vorsichtig, wenn es darum geht unsere Eliten und die Regierung sachlich und fachlich zu kritisieren. Bei der hier aufgezeigten Aktion sind Milliarden von Euro in den Sand gesetzt worden und irgendwie hat sich hierzulande so gut wie niemand so richtig dafür interessiert.

Ist es uns egal geworden was die Organisatoren unseres Landes mit uns machen? Es gab jedenfalls keine wochenlangen Schreibereien in SPIEGEL, FOKUS, auch die FAZ und die Süddeutsche schwiegen. Nur der Berliner Tagesspiegel war mutig und veröffentlichte einen Artikel. Den möchte ich nachfolgend zitieren.

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Die Wahrheit im Spiegel? BILD für Intellektuelle...

Samstag 23 Dezember 2006 um 09:03

Ich lebe leider in bösen Zeiten. Die mittelmässige Elite, die unser Land im Moment kaputtmacht, hat auch Freunde und Abhängige in der Presse. Da wird im Moment gelogen, dass sich die Balken biegen. Aus völlig unscheinbaren und nichtssagenden Nachrichten werden "Erfolgsmeldungen" geschmiedet. Manchmal wird die Wahrheit einfach verdreht und gelogen. Nein, ich spreche nicht von der BLÖD-Zeitung sondern vom SPIEGEL.

Im SPIEGEL 48/2006 vom 27. November 2006 steht unter der Überschrift "GEWERKSCHAFTEN - Stille Rebellion" folgendes zu lesen:

In Bayern widersetzt sich ein Betriebsrat erstmals der IG Metall und kehrt allein zur 40-Stunden-Woche zurück. Die Gewerkschaft muss zusehen, wie Mitglieder ihr Schicksal selbst bestimmen.

Die fürsorgliche Firma ist das alte FAG Kugelfischer-Werk. Es gehört seit 2001 zur weltweit agierenden Schaeffler Gruppe und ist trotz aller Beschaulichkeit gerade dabei, eine der zentralen Errungenschaften der mächtigen IG Metall aus den Angeln zu heben:
Die Mitarbeiter haben im Alleingang die 35-Stunden-Woche gekippt. So etwas gab es in Deutschland noch nie.
Im August unterbreitete der Elfershausener Betriebsrat der Geschäftsführung den Vorschlag, dass die Mitarbeiter freiwillig bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Ganz im neoliberalen Stil, diese Nachricht. Die dummen, blockierenden Gewerkschaften haben endlich ihren Hintern bewegt, dachte da vielleicht so mancher nicht nachdenkender Leser. In Wahrheit war es anders, wie der offene Brief von DGB-Vorsitzende Firsching beweist:


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Nächste Reform: Das Privatrundfunkgesetz. Nächstes Opfer: RadioX

Freitag 22 Dezember 2006 um 10:27

Unser geliebter, gedächtnislückenbehafteter, brutalst möglicher Landesvater Roland Durchgreifer Koch plant eine Änderung im Privatrundfunkgesetz Hessens, (HPRG), die für den Bestand der nichtkommerziellen Lokalradios (NKL) – und damit auch für radio x – erhebliche, negative Auswirkungen haben kann. In Zukunft sollen wir also nur noch Dudelradios hören, in denen die immer gleichen gecasteten Bands der Industrie ihre Produkte zum Kauf rotieren lassen. Private und kleine Radios sind nicht gefragt. - Womöglich sind die ja auch kritisch..... Bleibt der Novellierungsentwurf unverändert, könnten den nichtkommerziellen Lokalfunksendern (NKL) existenzgefährdende Mittelkürzungen drohen. Vielleicht kennen ja einige von euch RadioX noch gar nicht? Jetzt wirds aber Zeit, vor allem weil seit kurzem wieder ein Internetstream angeboten wird, der es auch Hörern im Umfeld von Frankfurt ermöglicht mal reinzuhören. :-)

Krieg den Unterpriviligierten, den Schwachen und Armen!

Donnerstag 21 Dezember 2006 um 11:52

Ein paar Worte zum Thema Sozialmissbrauch....


Die BLÖD-Zeitung fährt dieser Tage mal wieder einen Kreuzzug gegen einen (1) Arbeitslosen. Ich frage mich in diesem Zusammenhang warum der BLÖD-Zeitung diese Story so wichtig ist. Vorgestern wurden in Libyen diese Krankenschwestern zum Tode verurteilt, Bush sprach zum allerersten Mal öffentlich davon NICHT mehr im Irak zu gewinnen und dennoch: Der Kampf gegen einen Arbeitlosen war der BLÖD-Zeitung wichtiger. Für mich völlig unverständlich. Ich frage mich wo der Herr Beck "über Nacht" diese Jobs hernahm und warum nicht alle Arbeitlosen das Recht auf Jobangebote haben. Ich muss nichts weiter zum Thema BLÖD-Zeitung schreiben, alles was man dazu sagen kann, findet man hier: http://www.bildblog.de/

Ich ahne seit Jahren böses, wenn diese Kreuzzüge gegen sozial Schwache laufen. Welchen Zweck verfolgt man dabei? Schon die "Aktion" der BLÖD-Zeitung gegen "Florida-Rolf", nach der Gesetze geändert wurden, ging nach hinten los und kostete den Steuerzahler im Ergebnis mehr als vorher.

Ich fand ausgerechnet bei der Bundeszentrale für politische Bildung einen sehr guten Artikel über das Phänomen "Faule Arbeitslose". (mehr)

Grundsätzlich leere Phrasen

Mittwoch 20 Dezember 2006 um 23:12

Die Freunde der sogenannten Sozialdemokraten haben nunmehr das Phrasendreschen optimiert, rationalisiert und in ihr neues "Grundsatzprogramm" aufgenommen. Leere Formeln vom Reformieren um der Reform willen. Nachplappern von dummen pseudo-intellektuellem Kram.

"Die Zustandsbeschreibung bietet auffallend viele der Schröderschen Allgemeinplätze, so dass man sich fragt, ob die Autoren des Programm von Schröders politischer Biografie abgeschrieben haben oder ob umgekehrt Uwe-Karsten Heye der Ghostwriter des früheren Kanzlers den Programmentwurf abgekupfert hat. Jedenfalls liest man in beiden Texten die Phrasen von der "gewachsenen Verantwortung Deutschlands", von der "Zeit umfassenden Wandels", von den "konsequenten Reformen", davon, dass sich "die Welt, Europa, unser eigenes Land " in schnellem Tempo" verändern usw. usf. Da starrt die SPD wie das Kaninchen auf die Schlange auf die "demografische Entwicklung". Fast wörtlich findet man bei Schröder wie im Programm die Behauptung: "Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und nach der Deutschen Einheit erleben wir den tiefsten geschichtlichen Umbruch seit der industriellen Revolution - politisch und wirtschaftlich, sozial und kulturell.- Was hat der Zusammenbruch des Kommunismus und die Deutsche Einheit für wirtschaftliche, politische oder soziale Umbrüche gebracht, wird auch im Grundsatzprogramm nicht näher erläutert." Quelle: www.nachdenkseiten.de

Ich kann es wirklich nicht mehr hören.

Propaganda für CC2

Sonntag 10 Dezember 2006 um 08:01

Erinnert ihr euch an den WDR Computerclub? Das war die erste Sendung im Fernsehen, die sich mit der damals neuen Welt der Rechner und Computer beschäftigte. Wolfgang Back und Wolfgang Rudolf waren für viele von uns die Begleiter in eine neue Zeit. Über viele Jahre hinweg präsentierten sie fachliche und sachliche Informationen zu Rechnern, Betriebsystemen und Chips. Der Computerclub war zweifelsohne die beste Sendung für Computerinteressierte im Technik-Bereich. Irgendwann schmiss der WDR die Sendung in den Papierkorb. Warum? Das fragen sich bis heute die Fans. Ich schätze dass sich wieder mal jemand profilieren musste und so mit dem Rotstift zum Held werden wollte. Die beiden Wolfgangs jedenfalls wollten eigentlich nicht aufhören, die Fans waren sauer. Doch die Entscheidung stand fest und der Computerclub war im "Eimer".

Doch halt! Der Computerclub ist nicht tot. Die Wolfgangs haben inzwischen in Eigenregie eine eigenes, neues Format als Podcast und mp3 ins Leben gerufen, welches von ihrer Homepage des Computerclub2 abrufbar ist. Ich möchte hier mal ein wenig Propaganda für die Wolfgangs machen, die Sendung ist Klasse und selbstgemacht.

Der kleine Tod am Nippel

Mittwoch 06 Dezember 2006 um 00:10

Jeder kennt sie seit vielen Jahren: Die Esso Tankstelle am Nippel in Gelnhausen. Der jetzige Pächter, Heiko Nickel, war mit mir zusammen in einer Klasse in Offenbach während meiner Umschulung zum Industriekaufmann und so kann ich sagen: Ich kenne den Kerl und ich kann sagen: Der Herr Nickel ist mit ganzer Seele dabei.

Nun hat Esso dem Pächter in Gelnhausen quasi aus Eigenbedarf gekündigt. Siehe GNZ vom 05.12.06

Zitat: Der Pachtvertrag wurde im Februar von Esso Deutschland gekündigt. „Esso will sich neu organisieren, die Tankstellen selbst betreiben. Mein Personal wird hier aber weiterhin arbeiten“, sagt Heiko Nickel. Das Los teilt er mit 24 Kollegen in der Rhein-Main-Region – zwei seiner Freunde sind ebenfalls gekündigt worden.

Nickel war überrascht, als er erfuhr, dass seine Station betroffen ist. „Im Januar hat Esso noch dementiert, aber vier Wochen später folgte die Kündigung.“ Die Gerüchte kursierten in Pächterkreisen bereits seit Herbst 2005. Die Firmen Shell und Total hätten in der Vergangenheit ähnliches probiert und eigene Leiter in den Stationen installiert.

Ich halte dieses Vorgehen von ESSO für Kontraproduktiv. Die Kunden, die am Nippel tankten, haben das NICHT gemacht weil der Sprit da am billigsten war, sondern weil Heiko Nickel mit seiner ganzen Seele hinter dem Betrieb stand und die Kunden sich gut betreut fühlten. Ich für meinen Teil wünsche ESSO, dass Gelnhausen die Tankstelle ab dem Tag des Pächterwechsels meidet und ESSO auf diese Weise konsequent mitteilt: So nicht!

Dem Heiko wünsche ich auf diesem Wege alles Gute! Ich hoffe dass er den Kunden nicht verloren geht und bedanke mich bei der GNZ für den Artikel und das Foto...

 

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