Freitag 29 Juni 2007 um 16:33
Erinnert ihr euch noch? "Heute ist ein guter Tag für Arbeitslose in Deutschland" . Mit diesen Worten begrüssten uns Wolfgang Clement (SPD) und Peter Hartz (Knast?) eines Morgens und kündigten neben Hartz I-IV auch eine kleine Änderung in der Gesetzgebung für Leiharbeiter an: Früher konnte ein Leiharbeiter nur eine begrenzte Zeit an einen Arbeitgeber vermietet werden. Wollte der Arbeitgeber den Arbeitnehmer dann länger haben - musste er ihn fest einstellen. Clement änderte das, sehr zur Freude der Arbeitgeber.
Inzwischen gründen die "innovativen" Unternehmen in Deutschland eigene Tochter-Leiharbeitsfirmen. Sie drängen ihre Arbeitnehmer mit Festverträgen raus in die Leiharbeits-Tochterfirmen und verleihen sich diese Arbeitnehmer zurück an ihre alten Arbeitsplätze - und sparen bis zu 30 Prozent Gehalt. Diese Arbeitnehmer bekommen ausserdem weniger Urlaub, weniger Altersversicherung. So kann man echt Prima die Gewinne erhöhen und schafft ein Zwei-Klassen Belegschaft, gegen die man alles durchsetzen kann. - Ein guter Nebeneffekt.
Danke SPD! Danke, Herr Clement. (Wolfang Clement ist Aufsichtsratsvorsitzender in der grössten Leiharbeitsfirma in Deutschland, war es schon zur Zeit der Änderung dieses Gesetzes) Es gibt wohl kaum bessere Beispiele dafür, wie Politiker gegen die Interessen der Bevölkerung in ihre eigenen Taschen wirtschaften.
Freitag 29 Juni 2007 um 16:14
Sie haben es geschafft, unsere Eliten. Die alte Verbindung Arbeitnehmer-Gewerkschaften-SPD ist endgültig zerschlagen. Das "Mitbestimmungs-Modell" exisistiert nur auf dem Papier - in Wahrheit haben die Gewerkschaften nichts mehr zu sagen, wie uns das Beispiel Telekom wunderbar zeigt. Eine Firma, deren Haupteigner der Bund ist, und die im letzten Jahr über DREI MILLIARDEN Euro Dividende auszahlte, hat 50.000 Arbeitnehmer gezwungen für schlechtere Konditionen zu arbeiten, um diese Dividende noch mehr steigen zu lassen.
Während Deutschlands Export boomt und feiert, liegt der Binnenmarkt brach. Kein Wunder, denn während die Gewinne der Dax-Unternehmen Rekorde schreiben, hat der deutsche Arbeitnehmer über mehrere Jahre hinweg einen realen Lohnverzicht hingenommen und schlicht kein Geld zum Ausgeben auf dem Binnenmarkt. Dass die Reallöhne sanken bezeugt die Senkung der Düsseldorfer Tabelle Anfang Juni 2007.
Statt jetzt den Binnenmarkt anzukurbeln, indem man dem Arbeitnehmer mehr Geld zahlt vom steigenden Gewinn weigert sich die Union Mindestlöhne einzuführen - obwohl 68 Prozent ihrer Mitglieder dafür sind. Statt jetzt für steigende Gehälter zu argumentieren kommt die sogenannte "SPD" auf die Idee, dass man ja den Unternehmen mehr Geld zuführen könne, indem man einen "Fond" schaft, in den wir Arbeitnehmer unser überflüssiges Geld einzahlen können, - in der Hoffnung auf Beteiligung. (Minus Kosten der neu zu schaffenden Verwaltung selbstverfreilich.)
Das ist eine herrliche Lachnummer. Deutschland Fond - hahaha. Das ist nicht nur meine Meinung
Donnerstag 21 Juni 2007 um 00:57
Das was gerade in der SPD passiert, ist atemberaubend.
Auf den Nachdenkseiten fand sich heute ja ein Artikel, der recht gut beschreibt was die SPD Oberen umtreibt. Was mich sehr betrübt, ist die Tatsache dass einerseits die Mitglieder der
SPD unzufrieden sind und in Massen das sinkende Boot verlassen, aber andererseits genau diese Unzufriedenheit bei den oberen der Partei überhaupt nicht mehr ankommt. Da verlieren Landesverbände fast 40 Prozent der Mitglieder - die Spitze bleibt auf Kurs. Liebe Genossen! Ihr habt da was falsch verstanden! Das der Kapitän mit dem Schiff untergehen muss ist eine Legende!! Es ist sehr wohl möglich und auch nötig den Käptn vom Kommando zu entbinden, wenn er einen Kurs wählt, der Schiff und Leben der Besatzung bedroht. Ich freu mich ja schon auf die gehässigen Kommentare von Guido Westerwelle, wenn die Sozialdemokratie bei der übernächsten Umfrage bei 18 Prozent landen während die Linke von Wahl zu Wahl ein Stimmenplus bekommt. Ihr Genossen solltet euch echt mal nach einem Brutus umsehen....
Donnerstag 21 Juni 2007 um 00:35
Echt witzig war es heute morgen, als ich mein Radio anschaltete und Nachrichten hörte. Da kam erst eine lange Meldung mit irgendwelchen Statistiken darüber, in was genau wir Deutschen nu Exportweltmeister seien. Ich wechselte den Sender und landete in einer Nachricht darüber, dass im Hamburger Hafen sehr viele Container gefunden wurden mit Computerschrott - zum Export bestimmt.
Ich selbst sah bei einem Urlaub in Nepal eine Halde mit gelben, wohlbekannten Säcken. Man fragt sich, wie hoch der Anteil von verkauftem Müll in der Exportstatistik hier im Lande wohl ist....