Kultur

» Bukovina Club meets Russendisko Bucovina Club meets Russendisko
Mit: Wladimir Kaminer, Yuriy Gurzhy und Shantel.
Centralstation
im Carré, Darmstadt
7.9.2007 22 Uhr   ein Kommentar |
» Remember Omen Party Am Freitag, 07.Sept. 2007 findet exlusiv in Second Life eine Party anlässlich meines Geburtstags statt. Ich habe tief in meiner Musikkiste gewühlt und einen Mix aus der musikalischen Umgebung des zusammengestellt, dem legendären Techno-Club in Frankfurt/Main, der in den 80er Jahren ein Tempel des Beats war.

Time: 22:00 MEZ, Freitag, 07.09.2007

Location: SLR2 Beach - zu finden auf der Sim Exile
Club in der U - zu finden auf der Sim Frankfurt City

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Die SPD und die Pressefreiheit

Donnerstag 30 August 2007 um 13:42

Irgendwie und trotz allem, dachte ich immer, die Pressefreiheit in meinem Land ist eine gute Sache. Nunja, die Kanzlerin stand in China und forderte Menschenrechte und Pressefreiheit. Oje, dachte ich, als ich das sah, prima Sache, schön dass Sie davon spricht.  Wie das mit den Menschenrechten funktioniert, können sich die Chinesen in den neuen Bundesländern abgucken. (In Mügeln sind noch Kurse frei). Wie das mit der Pressefreiheit funktioniert, kann die chinesische Regierung heute - leider nur auf deutsch - in der Tageszeitung "Junge Welt" nachlesen.

Dort wird in einem Artikel beschrieben, wie man einen Chefredakteur loswurde, weil der SPD nicht passte, was in der Zeitung, - in diesem Falle der Frankfurter Rundschau stand.

Zitat:
"Am 16. Mai 2006 wurde der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau (FR), Dr. Wolfgang Storz, Knall auf Fall entlassen. Nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung hatte er gerade mal zwei Stunden Zeit, sein Büro zu räumen. Sein E-Mail-Account wurde sofort abgeklemmt. Am nächsten Tag erschien auf Seite 3 eine Meldung der Geschäftsführung: Man habe den Chefredakteur von seinem Posten entbunden. Beide Seiten seien übereingekommen, keine weiteren Erklärungen abzugeben."

Was dann in dem Artike steht, ist ein wunderschönes Beispiel für das, was unsere Eliten für Pressefreiheit halten. Die chinesische Regierung sollte dann auch unbedingt bei Müllermeister Glos vorspechen und sich erklären lassen, wie man über Presseagenturen Artikelserien in Zeitungen kauft.  Vielleicht lernen sie es ja noch, die Chinesen. 

Die ganze Geschichte findet sich hier: Link und sehr lesenswert und atemberaubend.

Regierung kauft Meinung

Montag 13 August 2007 um 11:05

Nicht nur politisch unbeliebte Richter werden abgesetzt. Es geht noch weiter und ich fürchte es ist die Spitze eines Eisbergs. Unser Müllermeister Glos kauft Meinung in Zeitungen, wie der Kölner Stadtanzeiger dem verwunderten Leser mitteilt.

Zitat: ...bietet deutschen Regionalzeitungen über die Agentur Flaskamp öffentliche politische Veranstaltungen und Redaktionsbesuche durch den Staatssekretär an und stellt dafür „Gegenfinanzierungen“ durch „Anzeigen“ in Aussicht. Dabei kann es sich um Summen um 30 000 bis 40 000 Euro handeln.

Nicht nur das Wetter wird immer bananiger, auch unser politisches System gleicht, dank unserer , immer mehr dem eines Bananenstaates. Kauft euch Hawaii-Hemden! Welche der , die wir täglich konsumieren wohl noch gekauft sind?

Lockführer unverschämt?

Mittwoch 08 August 2007 um 14:54

Leider muss ich in den letzten Tagen oft lesen dass die Forderungen der Lockführer von 31 Prozent mehr Gehalt unverschämt seien. Auch im Kommentar der Tagesthemen gestern wurde das so geplappert. Liebe Medien, wo bitte ist euer Aufschrei wenn es um Herrn Mehdorn und seine Kollegen geht? Das Durchschnittsgehalt der Manager der DAX Unternehmen in Deutschland stieg letztes Jahr um über 30 Prozent. Ich kann mich an keinen Kommentar in den Medien dazu erinnern. Herr Mehdorn bekommt seit seinem Amtsantritt 400 Prozent mehr Gehalt. Seltsam, das bezeichnet niemand in den Medien als unverschämt.

Die Realeinkommen der Bahn-Beschäftigten befinden sich seit 2005 im freien Fall. Vor allem aufgrund von Arbeitszeitverlängerungen sind sie im letzten Jahr um rund zehn Prozent gefallen. Und auf die letzten drei Jahre bezogen, weist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sogar einen Reallohnverlust von fast dreißig Prozent aus. Vor diesem Hintergrund wirkt die Forderung von Lohnsteigerungen bis zu 31 Prozent keineswegs schrill. Zum Vergleich: Laut dem DB-Geschäftsbericht sind die Gesamtbezüge des achtköpfigen Bahn-Vorstands allein 2006 um 62,5 Prozent auf über 20 Millionen Euro gestiegen. Der Aufsichtsrat, der dies genehmigte, verdreifachte sogar fast seine Bezüge auf 875.000 Euro. Quelle

China: Die gedopten Spiele

Dienstag 07 August 2007 um 16:17 Jetzt haben wir uns wochenlang über das Doping bei den Radfahrern aufgeregt. Mir wird schlecht, wenn ich an die Olympischen Spiele in denke. Der deutsche Anti-Doping Experte Franke mahnte schon vor Wochen an, dass die Kontrolleure der Internationalen Anti-Doping Agenturen ohne Vorankündung und ohne grosse Einreiseformalitäten überall in China Kontrollen machen müssten und - wenn sie das nicht könnten, die Spiele eigentlich abgesagt werden müssten. Die chinesische "Regierung" hat sich vorgenommen in den Bereichen Leichtathletik, Schwimmen und Turnen ALLE Medallien zu holen. Dazu werden schon seit Jahren Sportler gezüchtet. Turnerinnen werden mit Hormonen am Wachstum gehindert, meinte Franke. Schwimmerinnen würden vermännlicht und würden schon jetzt bei Provinzveranstaltungen Weltrekorde schwimmen, die allerdings der Weltöffentlichkeit vorenthalten würden. Ebensolches vermutet Franke auch bei den Turnerinnen. Dazu kommt die Menschenrechtslage in China. Das Ansinnen, mit den Spielen quasi als Trittbrettfahrer auch Menschenrechte in China einzuführen muss man schon jetzt als gescheitert ansehen. Warum man einer Diktatur die olympischen Spiele "anvertraut" ist mir schleierhaft. Die Medien verhalten sich leider sehr zurückhaltend, was die Berichterstattung über Doping im Vorfeld der Spiele angeht, man will wohl nicht riskieren, dass die Mitarbeiter der Medien keine Einreisegenehmigung bekommen, wenn man im Vorfeld Kritik übt. Würde man an Spielen in China die gleiche Messlatte anlegen, die für die Tour de Farce gefordert wird, müsste man eigentlich die Spiele in China schon jetzt absagen.
 

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