Was macht die BKK-Osthessen mit meinem Geld?
Donnerstag 06 November 2008 um 22:48Offener Brief an die BKK-Osthessen in Wächtersbach:
Mit grosser Freude und Interesse habe ich soeben - 06.11.08 - ARD - den Bericht über die Vorstandsbezüge in Monitor gesehen. Als Kunde bin ich darüber mehr als verärgert.
Ich fordere Sie auf, mir bis zum 01.12.08 mitzuteilen welche Reaktionen von Seiten der BKK auf diesen Bericht erfolgen. Ich möchte definitiv wissen um wieviel Geld die Bezüge des Vorstands sinken und wieviel er zurückbezahlen muss. Da die Kontrolleure der BKK scheinbar dieser Aufsicht nicht gewachsen sind, möchte ich auch wissen, wie der Wechsel dort aussieht.
Sollte ich bis zu diesem Datum nichts von meiner Krankenkasse hören, behalte ich mir vor auszutreten und meine Krankenkasse anzuzeigen.
mfg
Frank Kolb
Die GNZ berichtete:
Wächtersbach (re/erd). Die Beziehungen zwischen der Wächtersbacher BKK Ost- Hessen und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hanau sind derzeit gestört. Grund ist die Amtsentbindung von Verwaltungsratsmitgliedern der Betriebskrankenkasse aus den Reihen der IG BCE. Während der Verwaltungsrat darauf pocht, dass seine Mitglieder per Gesetzeslage auch Mitglieder der BKK sein müssen, sieht die IG BCE darin einen Versuch, die Gewerkschafter auszubooten. Nun wird es zu einem Rechtsstreit kommen.
Monitor berichtete, dass der Vorstand seine Bezüge in vier Jahren um über 70 Prozent gesteigert hat. Der Verwaltungsrat kannte auf Anfrage nicht einmal die Vorschriften über die Vorstandsbezüge vom Bundesversicherungsamt. - Kein Wunder, es war der Fürst welcher gleichzeitig der Vermieter der BKK ist.
"Die Regelung kenne ich vom Bundesversicherungsamt nicht" meint Wilfried Martschein dann auch vor der Kamera.
"Es muss ja auch einen Anreiz geben für Leute, die was leisten, dass sie anständig bezahlt werden. Die Kasse kann sich es leisten" so Wolfgang Ernst Fürst von Ysenburg vor der Kamera. Dabei kennen wir den Mann doch in unserer Gegend als ausgewiesenen Finanzexperten.
Lars Wendt ist neben seinem - wie ich höre - mehr als gut bezahlten Job in der BKK auch Vorsitzender des Gewerbevereins in Wächtersbach, dessen Mitglieder bestimmt hocherfreut über die tolle Werbung für Wächtersbach im Fernsehen waren.
Für die BKK gibt es nur einen Weg: Minderung des Gehalts von Wendt plus Rückzahlung der zuviel Gezahlten Beträge, sonst drohen Anzeigen und Klagen. Die Aufsicht sollte von Leuten übernommen werden, die nicht geschäftlich mit der BKK verbunden sind und mehr als ihren Namen schreiben können. Ich schätze da werden jetzt mit Recht einige austreten....