Mittwoch 28 Januar 2009 um 09:06
Es wird nicht zu verhindern sein, dass Angela Merkel die nächste Kanzlerin wird. Ob Steinmeyer oder Westerwelle Vize werden, - das scheint noch offen.
Jeder sollte wissen was SPD und CDU planen. Z.B. wird es einen Hartz-Nachfolger geben, der es in sich hat. Ebenso werden die Rechte von uns Arbeitnehmern weiter enorm beschnitten werden. Das sollte man vorm Kreuzchenmachen wissen. Auch die 22 Prozent der Wähler, die Koch und Hahn in Hessen gewählt haben, werden sich noch wundern. Naja, nicht alle, aber viele.
Sonntag 25 Januar 2009 um 08:58
Was für ein Tamtam! Mit grossem Getöse wird im Moment der neue Film über den "grossen deutschen Widerstand" gefeiert. Gestern hob einer der führenden Köpfe Deutschlands Medien in irgendeinem Sender sogar zu dem Satz an "endlich gibt es einen Film über den deutschen Widerstand", ich hörte auch schon "der erste Film über..." Dass letzteres Quatsch ist, wissen alle die unzähligen Staufenbergverfilmungen kennt. Mir allen mindestens 4 ein.
Ausserdem gibt es noch den hervorragenden Film über Georg Elser mit Klaus-Maria Brandauer in der Hauptrolle, der im Alleingang das Attentat im Bürgerbräukeller durchzog. Tja, aber den will irgendwie keiner. In der Nachkriegs-BRD ging er nicht - er war Symphatisant der Kommunisten. In der DDR ging er auch nicht. Er hatte seinen eigenen Kopf und war daher nicht linientreu genug. Da kamen ein paar adelige Helden einfach besser in der offiziellen Geschichtsschreibung. ich freue mich echt darüber, dass er inzwischen eine eigene Homepage hat und langsam, ganz langsam diesen Paria-Status verliert.
Erst in den achtziger und neunziger Jahren setzt eine angemessene
Ehrung Georg Elsers ein. Er gilt heute als »der wahre Antagonist
Hitlers« (Joseph P. Stern), der »einsame Attentäter« (Peter Steinbach)
oder der »einsame Zeuge« (Klemens von Klemperer) und als einer der
konsequentesten Gegner der NS-Diktatur.
Feature über Georg Elser.
Eigentlich sollte mal jemand rüber zur Paramount und denen die Geschichte Elsers erzählen, jetzt, wo Bush weg ist, können sie den Film ja drehen.
Donnerstag 22 Januar 2009 um 13:33
Datenschützer und Internetnutzer protestieren scharf gegen einen neuen
Gesetzentwurf von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der die 2007
beschlossene Vorratsdatenspeicherung nun auch bei der Benutzung des
Internet erlauben soll. „Das neuerliche Vorhaben von Bundesminister
Schäuble geht gewaltig über die bisherige Vorratsdatenspeicherung
hinaus“, warnt Marcus Cheperu vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.
Gegen die verdachtslose Speicherung aller Verbindungs- und
Standortdaten hatten vergangenes Jahr 35.000 Bürger Beschwerde beim
Bundesverfassungsgericht eingereicht.
Der neue Vorstoß des Bundesinnenministers ist im Entwurf eines
„Gesetzes zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des
Bundes“ vom 14.01.2009 versteckt. Jeder Anbieter von Internetdiensten
wie Google, Amazon oder StudiVZ soll danach künftig das Recht erhalten,
das Surfverhalten seiner Besucher ohne Anlass aufzuzeichnen – angeblich
zum „Erkennen“ von „Störungen“. Tatsächlich würde der Vorstoß die
unbegrenzte und unbefristete Speicherung jeder Eingabe und jedes
Mausklicks beim Lesen, Schreiben und Diskutieren im Internet
legalisieren. Die Surfprotokolle dürften an Polizei, Bundeskriminalamt,
Geheimdienste sowie an die Unterhaltungsindustrie herausgegeben werden.
Eine richterliche Anordnung ist nicht vorgeschrieben, eine Beschränkung
auf schwere Straftaten nicht vorgesehen.
Schäuble will nun nicht nur wissen, wann wir unter welcher Adresse ins
Internet gehen, sondern auch, was wir dort tun. Als nächstes will er
wahrscheinlich aufzeichnen lassen, welche Gespräche wir im Cafe führen
oder welche Fernsehsendungen wir sehen.
Freitag 09 Januar 2009 um 15:28
Ich habe hier eine schöne Zusammenstellung all der Sachen, die unsere Bundesregierung unternommen hat, um die Finanzmärkte zu deregulieren und damit eine wichtige Grundlage für die Finanzkrise zu schaffen.
Finden kann man diese Liste ganz ofiziell beim Bundesfinanzministerium. Schätze sie wird da bald gelöschtr. Zusammengestellt und kommentiert von den Nachdenkseiten.
Das Ziel fest im Blick: Konsequente Schritte in eine erfolgreiche Zukunft für den Finanzmarkt Deutschland in Europa
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren wichtige Stufen
erklommen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Finanzplatz Deutschland in
Europa und der Welt. Entschlossene Reformen und Veränderungen waren
notwendig - für die Finanzwirtschaft und für die Bürgerinnen und Bürger
- Das Investmentsparen durch die Bundesbürger soll langfristig und
nachhaltig gesteigert werden: Teilhabe aller am wirtschaftlichen Erfolg
ist das Ziel.
- Infolge der demographischen Entwicklung muss die umlagefinanzierte
erste Säule der Altersversorgung gesichert werden - deshalb geht es um
die Stärkung der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge [Glossar].
- Die gewaltigen Potenziale des deutschen Finanzmarktes [Glossar]
müssen als Motor für Wachstum und Beschäftigung der Volkswirtschaft
vollständig ausgeschöpft werden.
- Der Finanzdienstleistungssektor trägt mit einer Bruttowertschöpfung
von rund 86 Mrd. Euro [Glossar] mit etwa 4,6 % zum deutschen BIP bei.
- Darüber hinaus ist die Finanzdienstleistungsbranche mit rund 1,4
Mio. Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber hoch qualifizierter
und gut ausgebildeter Leute.
- Die Kreditwirtschaft ist einer der bedeutendsten Bereiche der deutschen Volkswirtschaft.
- Deutschland ist - gemessen an den Prämieneinnahmen - der
viertgrößte Versicherungsmarkt der Welt und Weltmarktführer im
Rückversicherungsmarkt.
- Deutschland ist Sitz der größten Terminbörse der Welt (Eurex).
- Der Bondmarkt des Finanzstandorts Deutschland ist mit Abstand der größte in Europa.
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