Englisch ist Arbeitssprache
Dienstag 26 Januar 2010 um 07:52
Zum Glück haben wir unsere Experten...
Weblog aus Wächtersbach von Frank Kolb
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Nicht mehr lange zu den nächsten Wahlen, schlechte Umfragewerte, - was macht man da?
Jürgen Rüttgers macht es vor: Er will Harz 4 komplett überarbeiten. So meint er jedenfalls in einem Interview mit der FAZ.
Damit läuft er der SPD - wieder einmal - den Rang als soziale Partei ab, denn die SPD-Stimmen in Berlin haben ja alle, bzw. fast alle in ihrer Vergangenheit Harz unterstützt, verteidigt und als ihren Erfolg postuliert.
Inzwischen ist es so, dass Figuren wie Rüttgers oder Seehofer in den Augen der Bevölkerung als "soziale Politiker" wahrgenommen werden, was einerseits an der geschickten Medienmanipulation liegt, andererseits am Schweigen in der SPD.
Volker Pispers sagte einmal, "wenn Rüttgers Harz als unsozial bezeichnet, ist das als ob ein Zuhälter zum Papst sagt " du bist aber ganz schön unmoralisch".
Rüttgers:
Der Hauptfehler war, dass eines der tragenden
Ordnungsprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft, nämlich das
Leistungsprinzip, mit Füßen getreten wurde. Das führte dazu, dass alle
sich ungerecht behandelt fühlen, obwohl es Milliarden mehr kostet. Und
deshalb ist es auch falsch, jetzt die Gelder der aktiven
Arbeitsmarktpolitik zu kürzen.
Das Gesamtkonzept war immer: Leistung muss sich lohnen. Wenn jemand lange einzahlt in die Arbeitslosenversicherung, muss der mehr bekommen als der, der nur kurze Zeit eingezahlt hat. Wer etwas fürs Alter zurückgelegt hat, den kann man nicht zwingen, das zuerst alles aufzubrauchen, um am Schluss in Altersarmut zu landen - genau wie der, der nie was zurückgelegt hat. Das kann nicht richtig sein. Oder nehmen Sie die Alleinerziehenden: Mehr als die Hälfte von ihnen bekommt drei Jahre ununterbrochen Leistungen. Eigentlich sind das ja dann Langzeitarbeitslose. In diese Kategorie gehören sie aber nicht hinein, weil sie dem Arbeitsmarkt nur vorübergehend nicht zur Verfügung stehen. Die Vorschriften der Hartz-Gesetze sind nicht stimmig. Deshalb brauchen wir eine Grundrevision.
Wie kommt es, dass die SPD dazu schweigt? Wie kommt es, dass auch zwei oder drei Rügen des Bundesrechnungshofs, der auf die Wirren und Irrungen von Harz hinwies, spurlos an der SPD vorbeigingen?
Liegt es nur daran, dass die SPD-Oberen, die sich selbst gekrönt haben, die Autoren eben dieser Gesetze sind?
Wie glaubwürdig wäre Franz Walter Schrömeier, wenn er morgen im Bundestag das fordern würde, was Rüttgers jetzt will und was würde die Presse darüber schreiben?
Die SPD in einem Dilemma. Schweigt sie, verkauft die Union sich weiter als "Links" und Rüttgers als Arbeiterführer. Nimmt sie Stellung, macht sie sich lächerlich. Doppelmühle, hätte meine Oma gesagt.
schönen Tach auch
Die evangelische Bischöfin und Vorsitzende der EKD-Deutschland hat eine beeindruckende Predigt gehalten:
Zitat aus der Welt:
"Es ist der Abend des 1. Januar 2010, und der riesige Berliner Dom
ist bis auf den letzten Platz besetzt. In diesem Prunkbau, der das
fatale Bündnis von Wilhelminismus und Protestantismus, Thron und
Altarrepräsentiert, feiern die Protestanten der Hauptstadt einen
Festgottesdienst mit Abendmahl.
Nach dem Lied „Nun lasst uns
gehen und treten“ hält die neue Ratsvorsitzende der Evangelischen
Kirche Deutschlands, Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, die Predigt.
Und was sie zu sagen hat, ist ganz undgar nicht staatstragend.
Die
Bischöfin predigt zur Losung für das Jahr 2010: „Euer Herz erschrecke
nicht – glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Und sie fragt,ob man die
Losung nicht reduzieren könne auf die Botschaft, die sie aufvielen
Grußkarten gelesen habe: „Alles wird gut“? Nein, lautet die Antwort.
Denn im privaten wie im gesellschaftlichen politischen Leben gebe es
immer wieder Grund, zu erschrecken. Und da brauche man eben den Mut,
der aus Gottvertrauen stammt, um sich dem Leben zu stellen. Und dann
kommt es:
„Nichts ist gut in Sachen Klima ? Nichts ist
gut in Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber
hinweggetäuscht, dass Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch
Zivilisten getötet werden ? Es ist nicht alles gut, wenn so viele
Kinder arm sind im eigenen Land ? Nichts ist gut, Erschrecken
istangesagt, wenn ein Spitzensportler Angst hat, seine Depression
offiziell behandeln zu lassen ? Nichts ist gut, wir erschrecken, wenn
wir erkennen, wie bei uns eine solche Atmosphäre der Gnadenlosigkeit
herrscht und alle immer stark sein müssen – wie unmenschlich!“ So liest Deutschlands oberste Protestantin ihrem Land zu Beginn des Jahrzehnts die Leviten."
Whow, dachte ich, endlich mal ehrliche Worte von der Kirche, und las weiter. Doch dann wurde ich schnell ziemlich zornig:
Hans-Ulrich Klose, für die SPD im Bundestag und Stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, meint: „Wie jeder Bürger auch kann Frau Käßmann ihre Meinung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr haben. Was ich jedoch für problematisch halte, ist die Tatsache, dasssie hier nicht als Privatperson gesprochen hat, sondern in ihrer Funktion als EKD-Ratsvorsitzende. Sie hat sich mit ihrer Äußerung in Gegensatz zur Mehrheit des Bundestages gesetzt. Denn dort haben Christliche Demokraten, Christlich-Soziale, Freie Demokraten, die Mehrheit meiner Partei, der SPD, und auch etliche Grüne für diesen Einsatz gestimmt. Frau Käßmann vertritt mit ihrer Meinung die Position der Linkspartei.“
Da blieb mir die Luft weg. Da haben die in Berlin für den Einsatz gestimmt - gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung und gegen den Willen der Mehrheit der Mitglieder der erwähnten Parteien und nun werden Kritiker auf solch miese, miese Art angegangen? Die evangelische Kirche ist nun "Linkspartei?"
Wenn dieser Hans-Ulrich Klose Recht hätte, wäre die Linkspartei die einzige Partei, die den Willen des Volkes in dieser Sache vertritt.
Sorry, lieber Genosse - diese Äusserung ist nicht nur stillos - sie zeigt wie ihr da oben mit jedweder Art von Kritik umgeht. Leider hat das in der SPD ja inzwischen Tradition seit dem Arbeitersohn und Gasmann Schröder. (mehr)Zur Vorstellung des neuen Buches von Albrecht Müller gab es eine Diskussion Berlin mit dem Alpha-Journalisten Jörges, Oskar Lafontaine und Albrecht Müller. Eine sehr interessante Diskussion, muss ich sagen. Wer sich die nötige Zeit nimmt, wird es nicht bereuen.
Hier ist die komplette Playliste der Veranstaltung von Yooutube und den Nachdenkseiten.
Als dieses Jahr der Friedensnobelpreisträger Barak Obama bekannt gegeben wurde, gab es viel Verwunderung in Deutschland. Viele meiner Mitmenschen waren fassungslos. "Für was?" - Das war eine vielgestellte Frage. Es war unverständlich für viele Leute, dass man einen Preis bekommt, kurz nach der Amtseinführung und einfach nur für eine Hoffnung, dass der Betreffende seinen Job gut macht. Irgendwann.
Ich kann sowohl die Nominierung, als auch die Verwunderung meiner Mitmenschen verstehen. Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass die gleichen Deutschen, die sich darüber wundern, dass Barak Obama einen Preis quasi für nichts bekommt, kein Problem damit haben "Gutti" Guttenberg nur wenige Wochen nach seinem Amtseintritt, - ohne dass er irgendwas zu Stande gebracht hätte - zum beliebtesten Politiker Deutschlands zu wählen.
Für was? - Das ist auch hier die Frage.
Bereits kurze Zeit nach dem Guttenberg-Wechsel ins Bundeswirtschaftsministerium sprang er auf der in Umfragen erhobenen Beliebtheitsskala in die Spitzengruppe der “beliebtesten” Politiker Deutschlands. Dies war nicht die Folge herausragender Politik (dafür war die Guttenberg-Amtszeit viel zu kurz), sondern das Resultat einer äußerst wohlwollenden Medienberichterstattung. Der Begriff “Hofberichterstattung” ist die treffende Charakterisierung dieses Vorgangs. Zum Beispiel auch im STERN.
BILD machte ihn zu "Gutti" und in allen Medien tauchte der Mann mit den geölten Haaren auf und verkaufte sich. Logischerweise ist er "zufällig" mit Kai Diekmann von Bild befreundet. Beide waren zum Beispiel Gäste der ominösen "Ackermann-Party" im Kanzleramt. Schon bei der Amtseinführung wurde in allen möglichen Medien gelogen, dass sich die Balken bogen. Man schrieb, er wäre Geschäftsführer eines mitteständigen Unternehmens. In allen Interviews erzählte BILD Liebling Gutti von seinen immensen Erfahrungen im eigenen Familienunternehmen. Gelogen.
Seine "Firma" bestand aus 3 Beschäftigten und hatte den Zweck das Familienvermögen zu verwalten. Obwohl damit klar ist, dass viele Hausfrauen in Deutschland über erheblich mehr Wirtschaftskompetenz verfügen und BILD-Gutti ausser Lächeln noch nichts zu Wege gebracht hat - die Deutschen machen ihn zum beliebtesten Politiker Deutschlands.
Ich glaube am Beispiel Guttenberg kann man gut verstehen wie die Meinungsmanipulation in Deutschland funktioniert und vielleicht auch warum Obama einen Friedensnobelpreis bekommen hat.
Gelnhausen - 05.September - Eine Stadt steht auf - Für mehr Toleranz und Demokratie
Schon ab neun Uhr morgends findet in Gelnhausen ein Festival gegen Rechts statt, getragen von allen demokratischen Kräften der Stadt.
Im Laufe des Tages spielen
heimische Musikgruppen wie die „Hound Dogs“ (Rock'n'Roll), „Lentil
Dish“ (Rock), „BrässKopp“ (Rock, Pop, Funk, Soul) und „Equalunique“
(Metal), aber auch deutschlandweit bekannte Bands wie „Krüger rockt!“
und „Peilomat“. - weitere Informationen und Zeitplan hier
Dienstag, 18. August
Juan Carlos Caceres & Tango Negro Trio, Argentinien
Juan Carlos Caceres, ist Sänger, Pianist,
Komponist und Maler;
einer der wenigen Künstler, die sich mit den schwarzen Wurzeln des
Tangos auseinandersetzen. Mit rauchig-lasziver Stimme erzählt Caceres vom Leben
in Buenos Aires,
von Heimweh, Exil und den Wunden der Zeit.
Dienstag, 25. August
Titi Robin, Frankreich
Seit mehr als
dreißig Jahren pendelt der ruhelose Musiker zwischen Roma-Kultur
und arabischer Musik. Rhythmische und melodische Motive stehen im wechselnden
Dialog,
Tradition und Improvisation befruchten sich gegenseitig, eine eigene
weltmusikalische Sprache entwickelt sich.
Mittwoch, 11. Februar, Beginn 20 Uhr, Einlass 19 Uhr. Die Könige der Spielleute präsentieren ihr neues Programm "Cantus Buranus II"
| 18,00 € | inkl. Vorverkaufsgebühr. |
Van Der Graaf Generator 23.01.2009 Collos Saal Aschaffenburg
Van Der Graaf Generator (GB)
31,00 € (mehr) Kein Kommentar | ¶Fr, 15.05.09 22:00 Centralstation Darmstadt Bucovina Club mit DJ Shantel: Disko Partizani
Clubabend mit dem Frankfurter Künstler, Veranstalter und DJ Shantel
alias Stefan Hantel, der mit seiner Symbiose aus elektronischer
Clubmusik und Balkanklängen weltweit Erfolge feiert. Auch die Filmmusik
zum mehrfach ausgezeichneten Spielfilm 'Auf der anderen Seite' (2007)
des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin stammt von Shantel.
ACHTUNG!
Einlass erst ab 18 Jahren! Ausweiskontrolle! Auch kein Eintritt für
Minderjährige in Begleitung von Erziehungsberechtigten!
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